Vorstehertag im Bezirk Erfurt

Zum diesjährigen Vorstehertag des Bezirkes Erfurt ging es mit dem Bus in den "Westen". Auf dem Programm standen die Besichtigung der Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein und eine Führung durch die Veste Coburg.

Am Samstagmorgen, 14. November 2009 trafen sich die Bezirksämter, Vorsteher und Beauftragten des Bezirkes Erfurt mit ihren Frauen auf dem Kirchengrundstück der Gemeinde Oberwillingen. Eingeladen waren auch die im Ruhestand lebenden Bezirksämter und Vorsteher mit ihren Frauen.

Hier wartete ein liebevoll bereitetes Buffet auf die Gäste. Es war für jeden Geschmack etwas vorhanden. So, wie jeder eintraf, konnte er sich bedienen und stärken.

Als alle versammelt waren, richtete der Bezirksälteste Wolfgang Schnur herzliche Begrüßungsworte an alle und gab ein paar Hinweise zum Ablauf des Tages. In einem Gebet sagte er unserem himmlischen Vater Dank und bat um gutes Gelingen.

Die Begrüßung, das Gebet, der leckere Imbiss und die Wiedersehensfreude sorgten für einen schönen Start. Für den weiteren Verlauf des Tages standen uns ein moderner und bequemer Reisebus und ein freundlicher Fahrer zur Verfügung.

Es ging in Richtung Süden, aber trotzdem in den "Westen", nämlich in das Nachbarland Bayern. Vor gut 20 Jahren wäre schon der Gedanke an solch eine Fahrt strafbar gewesen.Heute ist sie für uns schon Normalität. Um es vorweg zu nehmen, es ist alles gut gegangen und es ist auch keiner "drüben" geblieben.

Erstes Ziel der Fahrt war die Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein. Schon allein die Fahrt auf der Thüringer-Wald-Autobahn bis Kreuz Suhl und dann Richtung Coburg war ein besonderes Erlebnis. Man sah den Thüringer Wald einmal von einer ganz anderen Seite. In der Nähe von Coburg war eine "technische Rast" eingeplant, zur großen Freude derer, die zum Imbiss diese und jene Tasse Kaffee mehr getrunken hatten.

Schon von weitem sah man das imposante Bauwerk. Grundsteinlegung dieser Wallfahrtskirche und Basilika war im Jahre 1743. Es war genügend Zeit, die Kirche zu besichtigen und sich über die Geschichte und Chronik zu informieren.

Als man sich wieder am Bus traf, wurden belegte Brote herumgereicht und Kaffee angeboten und auch dankend angenommen. Weiter ging es zur Veste Coburg. Sie ist eine der größten und am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands und wird auch die Fränkische Krone genannt.Drei junge Damen führten uns durch einen Teil der Burganlage und machten uns fachkundig mit der Geschichte der Veste bekannt. Interessant für uns war, dass Dr. Martin Luther im Jahre 1530 ein halbes Jahr hier lebte, besser gesagt, leben musste. Auf dem Reichstag in Augsburg wurde seine Angelegenheit, die Einführung des protestantischen Glaubens, verhandelt. Er stand "unter Acht und Bann", er war vogelfrei und konnte deshalb nicht nach Augsburg reisen.

Auf der Veste Coburg fand er Schutz und Sicherheit und war trotzdem verhältnismäßig nahe am Verhandlungsort und der Weg der Boten, die ihm Nachrichten brachten, war nicht zu weit.Uns war klar, dass man in der kurzen Zeit nur einen kleinen Teil der Burg und seiner Geschichte kennen lernen konnte.

Nun freuten wir uns auf Kaffee und Kuchen. Den bekamen wir in Coburg im Cafe Prinz-Albert.Sehr viel Zeit blieb uns hier leider nicht. Wenn wir das Abendessen in unserer Kirche in Oberwillingen nicht verpassen wollten, mussten wir nicht nur an die Heimfahrt denken, sondern uns auch auf sie begeben. Wer wollte schon auf ein gutes Abendessen verzichten? Die ruhige und bequeme Fahrt konnte man sehr gut für ein Gespräch mit seiner Nachbarin oder seinem Nachbarn nutzen.

Ehe wir uns versahen, trafen wir in Oberwillingen vor unserer Kirche ein.Hier stand das "warme Essen" für uns bereit, auf das man heute um die Mittagszeit einmal verzichten musste. Das Essen war so lecker und reichlich, dass daran keiner mehr dachte und danach nur zufriedene Gesichter zu sehen waren.

Unser Bezirksältester dankte unserem himmlischen Vater für seinen Beistand, für das Gelingen, für Engelschutz und Hilfe. Ein herzliches Dankeschön galt auch allen helfenden Händen, die zum guten Gelingen beigetragen haben. Der Vorsteher der Gemeinde Jena, Dieter Pfeuffer, dankte unserem Bezirksältesten im Namen aller für die Organisation und Durchführung dieser Fahrt, für die Gastfreundschaft und Fürsorge der Gemeinde Oberwillingen. Der Tag war lehrreich und interessant. Außerdem diente er dem Kennen lernen und der Gemeinschaftspflege.

Text u. Bilder: F.J.

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