Schnett, ein Wintermärchen

Ein Jugendwochenende mit Jugendlichen der Bezirke Erfurt und Halle stand an, wiederum in der vielen von uns schon bekannten Jugendherberge auf dem Simmerberg im Thüringer Wald.

Vom Freitag, dem 13. bis Sonntag, dem 15. Februar 2015 hieß es wieder: Schnett ruft. Wir hofften und bangten, dass auch diesmal Schnee liegen würde und wurden nicht enttäuscht. Eine dicke Schneedecke, die schon vereist war, ermöglichte es uns, gleich nach Ankunft die Rodelpiste, direkt am Haus gelegen, auszuprobieren. Danach machten wir einen ersten Erkundungsspaziergang und begrüßten anschließend alle weiteren Teilnehmer der Jugendfreizeit.

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Nach den leckeren Nudeln, die es als Abendessen gab, versammelten wir uns im Gemeinschaftsraum, wo wir mit Namensschildern ausgerüstet uns gegenseitig bekannt machten. Nach der offiziellen Begrüßung und Vorstellung der geplanten Aktivitäten durch Steffen und anschließendem Eröffnungsgebet des Bezirksevangelisten Heiko Born sangen wir gemeinsam einige Jugendlieder unter der Leitung von Philipp Born mit Begleitung am Klavier durch David Schmidtke. Danach versammelten wir uns im Esszimmer und spielten bis in den späten Abend hinein Gesellschaftsspiele. Hier konnten wir uns spielerisch kennenlernen, wobei wir viel Spaß zusammen hatten. Auch der Kicker wurde während der gesamten Jugendfreizeit häufig in Beschlag genommen.

Am nächsten Morgen genossen wir zunächst das Frühstück. Auf dem Programm standen eine Langlauf-Tour oder als Alternativangebot eine Schneewanderung durch den umliegenden Wald. Die Sonne schien und das Tal war vom Nebel verhüllt – dieser Anblick, der uns die gesamten drei Tage erhalten bleiben sollte, faszinierte alle und sorgte für viele Fotos. Die Langläufer hatten eine lange Strecke gewählt, diese führte sie bis nach dem sieben Kilometer entfernt liegenden Masserberg. Nach einem kleinen Imbiss dort machten sie sich wieder auf den Weg zum Simmerberg, welchen sie schließlich nach insgesamt viereinhalb Stunden erschöpft aber glücklich erreichten. Dort warteten auch schon die Schneewanderer. Die hatten eine zweistündige Wanderung bis zur Abfahrtsskipiste und wieder zurück gemacht. Im Anschluss wurde noch gerodelt, bis man beschloss, Mittag zu essen. Hierbei wurde das Motto „Alle für alle“ praktiziert, das heißt, selbst mitgebrachte Speisen wurden verspeist.

Nach dem Essen wurde zur zweiten Singstunde dieses Wochenendes gerufen, bei der auch ein Lied für den Jugendgottesdienst am Sonntag eingeübt wurde. Danach wurde wieder die Rodelbahn in Anspruch genommen. Als Abendessen gab es Rostbratwurst mit Brötchen und einen warmen Tee. Danach brachen wir zur Nachtwanderung mit Fackeln auf. Hier sahen wir, dass viele kleine Lichter auch ein schönes Licht machen können. Nachdem wir von dieser Wanderung wieder zurückkamen, beschlossen wir, die Fackeln zur Beleuchtung der Rodelpiste zu nutzen und dann ein Nachtrodeln durchzuführen. Hier wusste man allerdings häufig nicht, wann die nächste Erhebung zu erwarten war, was sehr spannend war. Als sich der Abend dann weiter neigte, versammelten wir uns wieder, um wie schon am Abend zuvor Gesellschaftsspiele zu spielen und die lockere Stimmung zu genießen.

Der Sonntagmorgen und somit der Aufbruch kam schneller, als viele es sich wünschten. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von dem schönen Schnett mit seiner beeindruckenden Aussicht, da der Jugendgottesdienst in Ilmenau anstand.

DS