Chorwochenende in Weimar mit Werkstattkonzert

Ca. 30 Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Gemeinden Thüringens waren der herzlichen und vielversprechenden Einladung nach Weimar gern gefolgt, ein Wochenende mit ausgiebiger Stimmbildung, zahlreichen Chorproben sowie Einzelstimmproben zu füllen und mit einem „Werkstattkonzert“ abzuschließen.

Carsten Borkowski, eigens dafür aus Lübeck angereist, gehört zweifelsfrei nicht nur zu den bedeutenden Komponisten des 21. Jahrhunderts, sondern paart sein hervorragendes Können in Musiktheorie und Chorleitung mit der ihm eigenen bewundernswerten Gabe der Menschenführung. So konnte auch nach stundenlangem intensiven Proben die Freude am Einstudieren des zum größten Teil neuen Liedguts erhalten bleiben. Sein Motto „Es ist doch schön, wenn die Augen singen“ baute er in die Herzen der Sängerinnen und Sänger ein.

Der Grundgedanke des Chorwochenendes „GOTT, TRÖSTE UNS UND LASS LEUCHTEN DEIN ANTLITZ, SO GENESEN WIR (Psalm 80,3)“ zog sich wie eine Perlenschnur vom südafrikanischen „Siyahamba“ (Wir gehen im Licht des Herrn) über im 19. Jh. vertonte Psalmen durch das gesamte Konzert.

„Du höchstes Licht“ aus dem 16. Jh., Tonsatz C. Borkowski, aufgenommen in das neue Chorliederbuch, wurde zum ersten Mal überhaupt von einem Chor einstudiert und erlebte somit die Uraufführung.

Mit wunderschöner, den Text einfühlsam und eindrucksvoll unterstreichender Orgelimprovisation von C. Borkowski wurde wechselseitig von Victoria Richter und Michael Heinze ausdrucksstark „Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens“ (Franz von Assisi) rezitiert.

Auf diesen perfekten Übergang zum zweiten Teil des Werkstattkonzerts folgten zwei „mit Seele gesungenen Gebete“ (Schaffe in mir Gott/Ich komme vor dein Angesicht), die wiederum voller Zuversicht und Gewissheit getragen wurden in „Ich will beten, du wirst hören“.

Als Schlusspunkt strahlte noch einmal mit fast losgelöster Seligkeit „Siyahamba“ – Wir gehen im Licht des Herrn.

Ein herzliches Dankeschön an Carsten Borkowski, der uns dieses wunderbare Wochenende ermöglicht hat, und der es mit viel Engagement und freudiger Ausstrahlung verstanden hat, das „Leuchten des Antlitzes Gottes“ auf uns Sängerinnen und Sänger zu übertragen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden, die mit Einsatz und Frohsinn zum Gelingen dieses Events beigetragen haben.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

E.S./Fotos Th.R.