Kindergottesdienst der Bezirke Erfurt, Gotha und Meiningen

„Danke für alles, was wir haben, wir können es auch teilen.“ Schon am Eingang der Kirche in Erfurt wurden alle auf das Motto dieses besonderen Gottesdienstes eingestimmt. Die Kinder der Gemeinde hatten Bilder gemalt und aufgeschrieben, wofür sie dankbar sind.

Der Altarschmuck zum Erntedanktag wurde durch die mitgebrachten Früchte der Kinder ergänzt, so dass der ganze Kirchenraum festlich dekoriert war. Außerdem brachten viele Kinder liebevoll verpackte Spielsachen mit, um sie mit anderen Kindern zu teilen. Diese wurden in einem großen Korb gesammelt.

Zur Einstimmung auf den Gottesdienst trugen zwei Mädchen der Gemeinde Ilmenau ein Gedicht vor, welches unter die Haut ging. Und das lag nicht nur (aber auch) an der stimmungsvollen Klavierbegleitung. Das Gedicht beschreibt, dass nicht jeder von Gott in gleicher Weise beschenkt wird – einer ist arm, einer reich. Wie danken wir für das, was wir haben? Teilen wir?

Apostel Rolf Wosnitzka begann den Gottesdienst mit dem Bibelwort Matthäus 4, 4: „Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht‘.“

Schwungvoll eröffnete der Erfurter Bezirkskinderchor den Gottesdienst und gestaltete ihn durch seine begeisternden Liedvorträgen mit.

Sehr deutlich veranschaulichte Apostel Wosnitzka die Situation des Gottessohnes in der Wüste, wo:

  • außer Kakteen wenig wächst,
  • Jesus nichts zu essen hatte,
  • es kaum Wasser gibt und
  • es am Tag unerträglich heiß, aber in der Nacht sehr kalt ist.

Nach 40 Tagen hatte er ganz sicher Hunger. Doch Jesus machte deutlich, dass Gottes Wort wichtiger ist, als der natürliche Hunger.

Als der Apostel fragte, wofür wir alles danken können, reckten sich immer wieder neu Finger in die Luft und es fiel schwer, ein Ende zu finden.

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes kam deutlich zum Ausdruck, dass die Kinder ein ganz besonderer Schatz für uns und die Gemeinden sind.

Mitten im Gottesdienst wurden die Schulanfänger vorgestellt und ein extra Gebet für sie und alle Kinder gesprochen, die sich in besonderen Lebenssituationen befinden.

Ruck-zuck war die Zeit vergangen und Bezirksältester Dietmar Voigt beleuchtete in interessanter Weise den zweiten Schwerpunkt des Gottesdienstes: das Teilen.

Nach dem Heiligen Abendmahl wurde der Gottesdienst mit Dankgebet und Segen beendet.

Auch der Nachmittag hielt noch viele Überraschungen bereit. Schon in der Mittagspause konnte gemalt, gerätselt und gebastelt werden.

12:45 Uhr trafen sich dann alle wieder im Kirchenraum zur Nachmittagsveranstaltung, wo zuerst das Lied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ gelernt und mit gestalterischen Gesten unterstrichen wurde. Anschließend beteiligten sich alle Kinder begeistert am Quiz zu Personen und Begebenheiten aus der Bibel. Ein kleines Theaterstück wurde aufgeführt und eine wahre Geschichte aus Bangladesch erzählt, wo Schwierigkeiten in ärmeren Ländern, aber auch Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe beleuchtet wurden.

Als weiterer Höhepunkt wurde der Korb mit den gesammelten Geschenken – es waren 90 Stück zusammengekommen! – in die Mitte gestellt und gemeinsam überlegt, was damit geschehen soll. Am Ende wurden die Geschenke auf die drei Bezirke aufgeteilt, mit der Aufgabe, die Verteilung an Kinder, die nicht so viel haben, zu übernehmen.

Den Abschluss bildete ein Wortspiel der besonderen Art. Die Kinder änderten den Satz:

„Eine Welt, die hungert, weil sie nicht teilen kann“

in:

„Eine Welt, die nicht hungert, weil sie teilen kann!“

U.W.