Der Apostel besucht Kinder aus drei Bezirken

„Gott kennt mich mit Namen“ – unter diesem Motto erleben die Kinder der Kirchenbezirke Erfurt, Meiningen und Gotha gemeinsam mit ihren Betreuern den diesjährigen Bezirkskindergottesdienst. Apostel Rolf Wosnitzka hat sich schon seit geraumer Zeit angekündigt und wartet gleich zu Beginn mit einer Überraschung auf.

Nach dem gemeinsam gesungenen Eingangslied „Weil ich Jesu Schäflein bin“ hören alle das Bibelwort Lukas 10, 20b:

„Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“

Der Apostel baut den Kindern, unter denen erstmals auch diejenigen aus dem ehemaligen Kirchenbezirk Nordhausen sind, eine Brücke zum Schreiber des vorgelesenen Bibelwortes – im Evangelium des Lukas finden wir u.a. die bekannte Weihnachtsgeschichte.

Es schließt sich die Überraschung an. Apostel Wosnitzka ruft die diesjährigen Schulanfänger nach vorn und betet um göttlichen Segen, der sie in ihrem neuen Zeitabschnitt begleiten möge. Diese Handlung erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre in der Gemeinde. Das Lied des Bezirkskinderchores „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ beendet die Segenshandlung und leitet zur Wortverkündigung über.

Bezogen auf das Lied vertieft der Apostel, dass jedes der Kinder und alle Gläubigen ein solcher Ton in Gottes Melodie sind, jeder ein anderer Ton, aber zusammen kann ein wundervoller Klang entstehen. Das Jahreswort des Stammapostels „Freude in Christus“ wird Thema. Schon im Eingangslied kam dies zum Ausdruck: „…freu‘ ich mich nur immerhin…“ Freuen können sich die Kinder zunächst, dass sie in der Gemeinde nicht allein sind und dass Gott, der himmlische Vater, alle mit ihrem Namen kennt – entsprechend der Liedstelle „…der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt“. Passend zu dieser Erkenntnis: Alle Kinder und Betreuer tragen ein Namensschild, so kann man sich mit Namen ansprechen. Nicht zuletzt sind alle Namen in Jesu Herz angeschrieben.

Bezirksältester Dietmar Voigt aus dem Kirchenbezirk Gotha, der dieses Zusammensein der Kinder maßgeblich vorbereitet hat, spricht zum Thema Namen und prägt zwei Merksätze, die alle mitsprechen können.

Über Namen macht man sich nicht lustig.
Es gibt schwer auszusprechende, für bestimmte Kulturkreise ungewöhnliche Namen, Spitznamen, Kosenamen, aber auch beleidigende Namen.

Gott spricht dich ganz persönlich an.
So wie man hallo oder hey sagt, ruft Gott jeden bei seinem Namen.

Bezirksältester Holger Niebhagen, Bezirk Erfurt, macht deutlich, dass Gott alle Menschen auf dieser Erde kennt – mehrere Milliarden an der Zahl – und alle liebt.

Der Apostel tritt wieder an den Altar und bereitet die Gemeinde auf das „Unser Vater“ vor. Nach Sündenvergebung, Heiligem Abendmahl und Schlusssegen ist der Gottesdienst zu Ende.

Nach dem Mittagessen aus der Gulaschkanone versammeln sich alle nochmals für eine halbe Stunde im Kirchensaal. Bezirksältester Voigt hält einen länglichen, runden Gegenstand (eingepackt in einer Tüte) in die Höhe und fragt die Kinder nach dem Inhalt. Knackwurst, Salami – Greußener Salami – war zu hören. Das Geheimnis wird gelüftet – ein Regenschirm kommt zum Vorschein. Im Zusammenhang mit dem Schirm wird Psalm 91 genannt, wo unter anderem zum Ausdruck kommt: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet…“ Die Kinder erkennen, dass es auch ganz aktuell Kinder gibt, die „im Regen stehen“. Für diese sprechen Frieda und Lelia ein Fürbittgebet, welches alle Anwesenden im Anschluss zum Mitnehmen ausgehändigt bekommen.

Bezirksältester Ralf Schneider aus dem Meininger Bezirk spricht das Abschlussgebet am Ende einer besonderen, segensreichen Begegnung und wünscht allen eine gute Heimreise.