Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Johannes 6, 11 und 12:
„Jesus aber nahm die Brote, dankte und gab sie denen, die sich gelagert hatten; desgleichen auch von den Fischen, so viel sie wollten.
Als sie aber satt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt.“
Dankbar sein für das, was da ist
Apostel Dietel lenkte den Blick zunächst auf die Dankbarkeit. Vieles im Leben erscheine selbstverständlich – Gesundheit, Kraft, Menschen an unserer Seite oder die Möglichkeit, gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
„Nein, es ist nichts selbstverständlich.“
Die Geschichte von den fünf Broten und zwei Fischen zeige zugleich, worauf es ankommt: nicht zuerst auf das zu schauen, was fehlt, sondern auf das, was vorhanden ist.
„Nehmen wir doch die fünf Brote, die zwei Fische, das wenige. Das, was da ist.“
Gaben zum Segen einsetzen
Diesen Gedanken übertrug der Apostel auf die Gemeinde.
Jeder Mensch habe Gaben, die er einbringen könne. Zeit, Fähigkeiten, ein offenes Ohr, ein freundliches Wort oder einfach die Bereitschaft, für andere da zu sein – all das könne zum Segen werden.
„Du kannst so eine Gabe sein.“
Christen seien nicht nur Empfangende, sondern auch Gebende. Besonders Liebe und Frieden könnten weitergegeben werden:
„Wir können Liebe geben, wir können Frieden geben ohne Ende.“
Gerade Menschen, die einsam, traurig oder belastet sind, sollten erfahren, dass sie nicht vergessen sind.
Niemand ist überflüssig
Auch die übrig gebliebenen Brocken aus der biblischen Geschichte wurden zum Bild: Bei Gott ist nichts und niemand überflüssig.
„Komm wie du bist.“
Mit diesen Worten verband Apostel Dietel die Einladung, mit den eigenen Stärken, aber auch mit persönlichen Sorgen und Fehlern zu Gott zu kommen.
So wurde der Gottesdienst zu einem ermutigenden Abschluss des Jubiläumsjahres: Dankbar wahrnehmen, was da ist, die eigenen Gaben einbringen und Gottes Segen weitergeben.
Denn aus fünf Broten und zwei Fischen wurde genug für Tausende – und auch aus kleinen Gaben kann Großes entstehen.
Die Predigt wurde von Priester Sebastian Dietrich und Bezirksvorsteher Heiko Born ergänzt. Der Chor und ein Kinderchor umrahmten den Gotttesdienst mit musikalischen Beiträgen.
Bei einem kleinen Imbiß nahm sich Apostel Dietel sehr viel Zeit für das persönliche Gespräch.
Anschließend begab er sich auf den Weg nach Limbach-Oberfrohna, um dort den Nachmittagsgottesdienst zu leiten.
Neuapostolische Kirche