GUT ZU WISSEN:

Ein Weltkulturerbe erklingt in jedem Gottesdienst

Es ist kaum zu glauben, aber in den Räumlichkeiten unserer Kirche steht etwas, das in der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe verzeichnet ist.

Im Dezember 2017 hat die UNESCO den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland als immaterielles Kulturerbe aufgenommen. 400 handwerkliche Orgelbaubetriebe mit etwa 2.800 Mitarbeitern, 180 Auszubildende sowie 3.500 hauptamtlichen und zehntausenden ehrenamtlichen Organisten prägen das Handwerk und die Kunst des Orgelbaus und der Orgelmusik in Deutschland. Über 50.000 Orgeln sind derzeit hierzulande im Einsatz.

Die Orgel, der Orgelbau und die Orgelmusik wurden vor mehr als 2.000 Jahren im hellenistischen Ägypten erfunden und gelangten über Byzanz nach Europa, wo sie seit der Karolingischen Renaissance als Kulturgut bis in die Gegenwart weiterentwickelt wurden. Seit dem Mittelalter werden Orgeln aus Europa, wo die meisten Orgeln gebaut werden, in viele Länder weltweit exportiert.

Deutschland zählt weltweit zu den wichtigsten Ländern für die Weiterentwicklung des Orgelbaus und der Orgelmusik. Im Orgelbau verbinden sich Wissen im Umgang mit der Natur und traditionelles Handwerk mit innovativer Technik der jeweiligen Epoche. Seit dem Mittelalter ist Orgelmusik auch Teil der kirchlichen Liturgie. Sie hat viele Komponisten, wie Bach, Liszt oder Mendelssohn-Bartholdy in Deutschland und darüber hinaus inspiriert.

Das alles führt uns zu großer Dankbarkeit ein solches Instrument zu haben und dazu auch Organistinnen und Organisten, die dieses Instrument zum Erklingen bringen.

(Quelle: Auszug aus Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission)